Am Dienstag war ich in Frankfurt beim brasilianischen Generalkonsulat um ein Visum zu beantrage.
Nach 1 1/2 Stunden Busfahrt war ich in Frankfurt und nach ein paar Minuten U-Bahnfahrt beim Konsulat. Im Konsulat begrüßte mich eine Raumtemperatur, die sich sehr nach Brasilien angefühlt hat ;)
Man muss im Konsulat eine Nummer ziehen und wird dann aufgerufen.
Nach paar Minuten Warten wurde ich aufgerufen und mir wurde mitgeteilt, dass ich beim falschen Knopf gedrückt hatte und ich eine neue Nummer ziehen müsste, den Knopf 4 drücken. Gesagt-getan. Es war 12:55 und fast das ganze Konsulat war schon in der Mittagspause. Ein Mitarbeiter kam zu mir fragte, warum ich hier sei. "Visum" sagte ich und er entgegnete " ach, dann werden sie ja bedient".
Wurde ich noch nicht, aber na ja.
Dann wurde endlich meine Nummer aufgerufen und eine Mitarbeiterin begrüßte mich.
Ich gab ihr dann alle meine Dokumente ( in deutscher Manier fein säuberlich geordnet- diese Ordnung zerstörte sie direkt ) und sie teilte mir mit, dass 3 Dokumente fehlen würde. Da war ich erstmal ein klein wenig geschockt. Auf meine Bitte hin und wahrscheinlich weil sie meinen hilflosen und erschrockenen Blick gesehen hatte, sah sie die Dokumente noch einmal durch und stellte fest, dass nur 1 Dokumente fehlen würde.
Na ja, immer noch schlimm genug.
Ich erzählte ihr, dass meinem Mitfreiwilligen(Frederic) bei seinem Besuch im Konsulat mitgeteilt wurde, dass seine Dokumente vollständig seien, woraufhin die Mitarbeiterin Frederics Mappe holte und feststellte, dass ihm genau das gleiche Dokumente fehlen würde, wie mir.
Besagtes Dokument war ein Dokument aus Brasilien!!!
Ja, was nun.
Ich einigte mich mit der Frau darauf, dass die jetztigen Freiwilligen mir das Dokument als PDF-Datei zusenden sollten und ich es dann per Post mit einer kleinen Notiz versehen und dann ans Konsulat schicken sollte.
Ok, so weit so gut.
Auf dem Weg zur U-Bahn-Station rief ich erstmal Frederic an, der wie ich ein klein wenig geschockt war. Unser Telefongespräch kam man mit den Sätzen/Wörter "Scheiße" "Waaaaas??!!" "Was sollen wir den jetzt tun?" Ähm ok..ok..äh...HILFE" zusammenfassen.
Wir einigten uns darauf die aktuellen Freiwilligen Lara und Sophie zu kontaktiern, Felix ( ehemaliger Freiwilliger) anzurufen und SoFiA zu verständigen.
Felix war leider genauso ratlos wie wir und bei SoFiA war niemand erreichbar.
Sophie erklärte uns, dass besagtes Dokument bei den Unterlagen, die uns Felix aus Brasilien mitgebracht hatte, definitiv dabei war und ich war mir 100%-ig sicher, dass ich es auch mit ins Konsulat genommen hatte.
Wir einigten uns, dass ich das Konsulat nochmal kontaktieren und erklären sollte, dass das Dokument beiliegen würde.
Nach 2 Telefonaten hatte ich nichts erreicht und war nahe dran, SoFiA anzurufen und zu bitten, mich in ein anderes Land zu schicken.
Sophie und Frederic munterten mich wieder auf ( vor allem durch Frederics Versprechen, dass er mir in Brasilien für meine Mühe ums Visum einen Caipi ausgeben wird :)) ) und wir beschlossen, dass Sophie mir das Dokument per Email schicken soll und ich damit zum Konsulat fahren werde, um die Sache zu klären und um hoffentlich das Visum zu beantragen.
Hoffen wir, dass alles klappt!!!
Letzten Freitag, am 6.6. waren Frederic und ich zusammen beim Konsulat und wollten ein Dokument abgeben, das uns Sophie geschickt hatte, aber zu unserer freudigen Überraschung wird das Dokument vorerst nicht benötigt, da unsere Unterlagen schon nach Brasilien geschickt wurden. Falls etwas fehlen sollte, würde man uns anrufen, sagte die Mitarbeiterin.
Frederic und ich waren total erleichtert! Jetzt können wir nur noch abwarten und Daumen drücken!
Über Mich
Ich heiße Nicole Oster, bin 19 Jahre alt und aus dem wunderschönen Kirchberg im Hunsrück. In meiner Freizeit bin ich gerne draußen in der Natur, fotografiere, lese viel und gerne, treffe mich mit Freunden und engagiere mich in unserer Jugendkirche „Crossport to Heaven“.
Ab August werde ich für 13 Monate nach Parnaiba, Brasilien gehen und dort einen Freiwilligendienst leisten. Parnaiba ist eine relativ große Stadt an der Atlantikküste Nord-Ost-Brasiliens. Dort arbeite ich im "Centro Social Sao Claudio", einem Kindergarten. Das Centro ist ein "Projeto Social" der Diözese Parnaiba.